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September
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Die Walser Feuerschützen

Bunt und abwechslungsreich ist die Geschichte der Walser Schützen.

Zur Verteidigung der eigenen Heimat durch die "Landfahne" wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Der Einsatz war zeitlich begrenzt und nicht über die Grenze vorgesehen, berichtet HR Dr. Friederike Zaisberger. Die Waffen kamen aus den Rüsthäusern des Pfleggerichtes - in unserem Falle Staufeneck - und die Ausbilder stellte der Landesfürst zu Verfügung. Für die Verpflegung hatten die Untauglichen zu sorgen.

Die von OSR Franz Müller verfassten Heimatbücher enthalten Hinweise, dass Siezenheimer und Walser u.a. in den Jahren 1645, 1652, 1782 und 1806 eingezogen wurden, die Heimat zu schützen. Unsere stellungspflichtigen Bauernsöhne mussten über die Bichlbruck, vorbei am Galgen, hinauf zum Pfleggericht auf die Burg Staufeneck, um bei der Landfahne zu dienen.

Der Pfleger selbst hatte nicht nur militärische Befugnisse, vielmehr war er nach heutigen Maßstäben auch Bürgermeister, Bezirkshauptmann, Richter, Polizeichef und Steuereintreiber.
Die Landkarte zeigt einen Ausschnitt der Salzburger Pflegsgerichtsgrenzen bis 1805. (Klicken für Großansicht!)

 

 

Bild zeigt die Pflegsgerichtsgrenzen bis 1805

 

1806 wurde die Landfahne aufgelöst. Die auf Anraten von Erzherzog Johann 1808 als "Reserve an Ortskundigen" eingerichtete Landwehr wurde auf Befehl Napoleons 1809 wieder aufgelöst.

 

Von 1810 bis 1816 Bayern unterstellte Landwehrregimenter gehörten dem Kommando des Salzachkreises mit Sitz in Berchtesgaden an.
Unklar waren die ministeriellen Kompetenzen, als Salzburg zu Österreich kam: In den Jahren 1816 bis 1818 waren Böller- und Prangerschützen und Landsturm dem Kriegsministerium unterstellt.

1837 rückten die Bauernschützen des Walserfeldes anläßlich des Empfanges von Kaiser Ferdinand nach Kleßheim aus.
1868 wurde wiederum die allgemeine Wehrpflicht verordnet.
Die Landsturmrolle aus dem Vorkriegsjahr 1913 enthält konkrete Namen von Gemeindebürgern, die die Voraussetzungen für die Stellungspflicht erfüllten: ledig, katholisch und Volksschulabschluss.

Bekannt ist, dass Bürgermeister und Oberlehrer den seinerzeitigen Schützenverein gegründet haben. In unsicherer Zeit nach dem ersten Weltkrieg gab es in unserer Heimatgemeinde einen sogenannten "Ortsschutz".

Weiters ist unserer Kompanie ein Gruppenfoto mit der Aufschrift "Grenzschutz Wals bei Salzburg 1934", aus dem Besitz eines privaten Sammlers, bekannt.

 AbzeichenAbzeichen des von Bgm. Georg Brötzner, Althammerbauer und Oberlehrer Franz Haas gegr. Schützenvereins